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Häufig gestellte Fragen

Sie haben Fragen? Wir haben Antworten. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu unseren Systemen, Anwendungen und Services. Und falls etwas fehlt — sagen Sie es uns. Wir lernen gerne von Ihnen.

 

Anzahl der gefundenen Fragen:
 
Grundlagen & Technologie
  • Was bedeutet „berührungslose Dosierung" (sogenanntes ‚Jetting‘) bei VERMES Microdispensing – und welche Vorteile bietet sie gegenüber kontaktbasierter Dosierung?

    1. schneller (mehr Tropfen pro Sekunde) 
    2. Weniger mechanische Verfahrung (z.B. keine z-Achse)
    3. Toleranter gegen Höhenschwankungen des Substrats
    4. Erreicht schwer zugängliche Dosierstellen

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  • Mikrodosierung bedeutet bei VERMES Dosiermengen von typischerweise 1 nl – mehrere Mikroliter. Weniger als 1 nl ist möglich, größere Mengen können auch sinnvoll sein, abhängig von Material und Anforderungen an die Anwendung.

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  • Das Jetventil ist das zentrale Bauteil bei der kontaktlosen Dosierung: Ein sich schnell schließender Stößel drückt das unter konstantem Materialversorgungsdruck zuströmende Dosiermedium an einer Düse heraus. Die hierbei an der Düse erzeugten Kräfte führen zu einer sehr schnellen Beschleunigung des austretenden Dosiermediums, sodass die Flüssigkeit direkt auf das Substrat aufgetragen wird und nicht in einer horizontalen oder vertikalen Richtung abweicht. Typische Einsatzgebiete sind die Elektronikfertigung, Medizintechnik, Halbleiterindustrie, Automotive sowie die Luft- und Raumfahrt.

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  • Die Viskosität ist ein Maß für die Zähflüssigkeit eines Fluids. Sie bestimmt, wie dick- oder dünnflüssig ein Stoff ist. Unterschieden wird zwischen dynamischer Viskosität (Pas oder mPas) und kinematischer Viskosität (m²/s Verhältnis zur Dichte) 

    VERMES klassifiziert Fluide nach der dynamischen Viskosität:

    • Niederviskose Medien definiert VERMES zwischen 1 mPas (z.B. Wasser) und ca. 300 mPas 
    • Mittelviskose Medien definiert VERMES bis ca. 8000 mPas 
    • Hochviskose Medien definiert VERMES ab ca. 8000 mPas

    Unter anderem anhand dieser Angabe wählt VERMES das einzusetzende Dosierventil.

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  • Alle Flüssigkeiten und Feststoffe die sich aktuell bis 230 °C aufschmelzen lassen (Flüssig werden) Gängige Medien: Klebstoffe, Lotpasten, Flussmittel, Öle und Fette, Schokolade, Polyurethan-Materialien (PU) und viele weitere.

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Produktsystem & Komponenten
  • Ein VERMES Dosiersystem besteht aus einem Controller und einem Ventil (inklusive Fluidik), Materialversorgung und die für den Betrieb nötigen weiteren Anbauteile wie z. B. Verbindungskabel. Optional kann noch eine Heizung oder Kühlung mit der passenden Ansteuerung hinzukommen.

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  • Eine VERMES Fluidik ist der medienführende Teil des Systems, der dazu dient, das Medium zur Düse zu fördern.

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  • Die Varianten hängen vom jeweiligen Dosierventil ab, können jedoch grundlegend, nach folgenden Attributen charakterisiert werden: beheizbare Fluidiken, werkzeuglose Bajonett-Fixierung, Schraub-Fixierung, geringes Totvolumen „LDV“ (Low Dead Volume) und spezielle Varianten für die Dosierung anaerober Klebstoffe und Cyanacrylate.

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  • Die VERMES-Stößel und -Düseneinsätze sind ein essenzieller Teil des Dosiersystems und durch den Ventilantrieb wird der Stößel in den Düseneinsatz gefördert, um einen Tropfen dosieren zu können. Sie unterscheiden sich je nach Größe, Form sowie Material. Die Auswahl erfolgt im Wesentlichen nach Dosiermaterial, Dosiervolumen und sonstigen anwendungsspezifischen Kriterien.

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  • Der Adjust bei VERMES bedeutet, dass die Positionierung von Stößel und Düseneinsatz aufeinander abgestimmt werden, um ein dichtes Dosiersystem zu erhalten. Vorteil des Adjust-, ist ein jederzeit reproduzierbares Dosierergebnis nach jedem Fluidikwechsel sowie eine reduzierte Fehlerquelle im laufenden Betrieb.

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  • Ein Hotmelt-Dosiersystem von VERMES bietet die grundlegende Fähigkeit, Feststoffe bei Temperaturen von bis zu 230 °C zu schmelzen, sodass sie in flüssiger Form dosiert werden können. Zu den klassischen Anwendungsbereichen zählen das Verkleben und Befestigen von Bauteilen mit Standard-Schmelzklebstoffen bis hin zum Dosieren von Flüssigmetallen.

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  • Die DST (Dynamic Shockwave Technology) Technologie beschreibt ein von VERMES entwickeltes und patentiertes, pneumatisches Antriebskonzept. Die DST-Technologie wird unter anderem in der MDS 1000 Serie verwendet und ermöglicht ein sehr schnelles als auch präzises Dosieren im Vergleich zu anderen pneumatischen Konzepten. 

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Systemauswahl & Anwendungsberatung
  • Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zumeist werden Prozesse durch Jetventile schneller, wirtschaftlicher und einfacher in der Durchführung. In manchen Fällen ist die Dosierung nur durch ein Jetventil möglich. Konkrete Entscheidungskriterien für ein Jetventil sind:

    • Hohe Taktrate erforderlich (mehrere hundert Tropfen pro Sekunde)
    • Keine oder eingeschränkte z-Achsen-Bewegung der Anlage möglich
    • Schwer zugängliche oder vertieft liegende Dosierstellen
    • Höhenschwankungen des Substrats, die eine kontaktbasierte Dosierung erschweren
    • Anforderungen an sehr kleine, präzise Dosiervolumina im Nanoliter-Bereich

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  • Hängt von der Anwendung, den Eigenschaften des Dosiermediums und weiteren Details, wie z. B. gewünschten Dosiervolumen ab. Wir beraten Sie hierzu gerne persönlich und bieten ebenso Testläufe für die Evaluation an.

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  • Grundlegend ist die Dosierung von Punkten, Linien, Flächen möglich. Zudem gibt es die Möglichkeit einen Sprühauftrag abzubilden.

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  • Eine Fluidikheizung wird häufig dazu verwendet, die Viskosität des Dosiermediums zu reduzieren, um eine optimale Dosierung zu ermöglichen. Zugleich kann sie auch dazu eingesetzt werden, die Abhängigkeit von schwankenden Umgebungstemperaturen und deren Einfluss auf das Dosiermedium-, auszugleichen.

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Parameter, Betrieb & Fehlerbehebung
  • ParameterBezeichnungBedeutung
    RIRisingAnstiegszeit des Stößels beim Öffnungsvorgang
    FAFallingAbfallzeit des Stößels beim Schließvorgang – beeinflusst die Tropfengeschwindigkeit
    OTOpen TimeZeitspanne, in der das Ventil geöffnet bleibt und Dosiermedium austreten kann
    NLNeedle LiftHub des Stößels – beeinflusst maßgeblich die Tropfengröße
    NPNumber of PulsesAnzahl der Dosierimpulse pro Auslösung
    PRCPressure CartridgeMaterialversorgungsdruck an der Kartusche – beeinflusst den Materialfluss
    PRAPressure ActuatorAntriebsdruck des Ventilaktuators
    CTClose TimeZeitspanne zwischen zwei Dosierimpulsen (Pause)
    NTNozzle TemperatureTemperatur der Düse – relevant für temperaturabhängige Medien
    CHTCartridge Heater TemperatureTemperatur der Kartuschenheizung – hält das Medium auf Prozesstemperatur

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  • Grundsätzlich nehmen alle VERMES Parameter Einfluss auf das Dosierergebnis. Die wichtigsten Wirkzusammenhänge sind:
     

    • NL (Needle Lift): Größerer Hub → größeres Tropfenvolumen und höhere Tropfengeschwindigkeit, besserer Abriss des Tropfens
    • OT (Open Time): Längere Öffnungszeit → größeres Tropfenvolumen
    • PRC (Pressure Cartridge): Höherer Versorgungsdruck → größeres Tropfenvolumen und höhere Tropfengeschwindigkeit
    • FA (Falling): Schnelleres Schließen → höhere kinetische Energie im Tropfen, besserer Abriss des Tropfens
    • NT / CHT: Höhere Temperatur → geringere Viskosität → verändertes Fließverhalten und leichterer Tropfenabriss

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  • Die Präzision und Wiederholgenauigkeit können als sehr hoch angenommen werden. Dabei hängt es von vielen individuellen Prozess- und Materialeigenschaften ab, wie genau diese ausfällt. Gerne teilen wir hierzu Erfahrungswerte oder führen gezielt, anwendungsspezifische Tests für Sie durch.

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  • Je nach Notwendigkeit kann das Dosiersystem verschieden betrieben und integriert werden. Grundsätzlich ist der Betrieb im Single-Shot-, Infinite-, Burst- und External-Modus möglich. Zu Details beraten wir Sie gerne.

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  • Dies kann in verschiedenster Art geschehen, z. B. durch Drucktanks, Kartuschen, etc. VERMES bietet hierzu verschiedenste Adapter an.

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  • Je nach Dosiermaterial entfällt die Reinigung individuell. Grundsätzlich wird häufig durch geeignete Reinigungs- bzw. Lösemittel in Kombination mit einem Ultraschallbad gereinigt. VERMES bietet für die Dosiersysteme ausgelegte Reinigungstools an.

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Integration & Prozesskontrolle
  • Grundlegend benötigt ein VERMES Dosiersystem lediglich ein 5 V oder 24 V Trigger-Signal für die Dosierung. Damit lässt sich ein VERMES Dosiersystem auf nahezu jede Anlagenbasis integrieren. Für tiefergehende Integrationen stehen weitere Schnittstellen zur Verfügung.

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  • Zur Kontrolle des ausgebrachten Dosiervolumens bietet VERMES ein DVS (Drop Volume System) an. Dieses misst die dosierten Volumina und gibt deren Werte in nahezu Echtzeit aus.
    Zusätzlich kann eine optische Prozesskontrolle evaluiert werden, welche Aufschluss über Dosiervolumen, Düsenkontamination, Satellitenbildung, ausbleibende Dosierung etc. abbilden kann.
    Gerne beraten wir Sie hierzu!

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Branchen, Anwendungen & Unternehmen
  • In allen Industrien und Branchen in denen Kleinstmengen, präzise und schnell dosiert werden müssen. Dies beginnt häufig im Labor oder der Prozessvorentwicklung und zieht sich bis hin zur hochvolumigen Serienproduktion.

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  • VERMES ist seit über 25 Jahren auf dem Gebiet der kontaktlosen Mikrodosierung tätig und gilt dabei als Pionier als auch Innovator, modernster Dosierkonzepte. Besonders hebt sich VERMES durch seinen hohen Individualisierungsgrad ab. Durch das Baukastenprinzip lassen sich mit VERMES-Lösungen kundenspezifische Lösungen konfigurieren. Ist die nötige Komponente nicht vorhanden, kann VERMES auch maßgeschneiderte Fluidiken, Sonderdüsen und kundenspezifische Systemlösungen entwickeln – von der Einzelkomponente bis zum vollintegrierten OEM-System – und begleitet Kunden von der ersten Anwendungsberatung über Dosiertests bis hin zur Serienproduktion.

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  • VERMES bietet den Kunden eine individuelle Beratung, als auch die Möglichkeit, gezielte Dosiertests im Hause durchzuführen und so anwendungsspezifische Lösungen anzubieten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um eine kleine oder große Anwendung geht.

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  • Ja, VERMES bietet sowohl kundenspezifische Dosiersonderlösungen als auch OEM-Entwicklungen an. Wir entwickeln maßgeschneiderte Dosierlösungen, die exakt auf die individuellen Anforderungen unserer Kunden abgestimmt sind – von der Anpassung bestehender Systeme bis hin zu kompletten Customized-Lösungen. Im Rahmen von OEM-Partnerschaften arbeiten wir eng mit Maschinenherstellern zusammen und integrieren unsere Dosierkomponenten nahtlos in deren Gesamtsysteme.

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  • VERMES ist es wichtig nahe am Kunden und global vertreten zu sein. Unsere aktuellen Niederlassungen und Partner finden Sie hier www.vermes.com/company/locations

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